VBK Landesmitgliederversammlung Bayern beschließt Unterstützung von Schulstreiks!
19.10.2026 – München
Die bayerischen Bildenden Künstler:innen, die sich in ver.di organisiert haben, trafen sich am vergangenen Wochenende im EineWeltHaus München zu ihrer alle 4 Jahre stattfindenden Landesmitgliederversammlung.
Die Versammlung ist das höchste bayerische VBK-Beschlussgremium (VBK= Bildendende Künster:innen in ver.di).
In den Landesvorstand gewählt wurden Sepp Rauch, Mara Michel, Karin Soika, Kornelia Wagner und Julia Wittmann Zorn. Als Co-Vorsitzende und Sprecher:innen des VBK Künstler:innenrats wurden einstimmig Mara Michel und Sepp Rauch gewählt.
Im Rahmen der Debatten um Geschäftsbericht und Anträge wurde angesichts der politischen Lage in der Bundesrepublik der Stellenwert der Charta der Fachgruppe Bildende Kunst in ver.di (VBK) mehrfach hervorgehoben.
Diese Charta definiert: „Wir begreifen uns als berufs- und gewerkschaftspolitische Instanz der Bildenden Künste und verstehen uns auch als Friedensbewegung. Unsere Mitglieder vertreten die Freiheit des Bildes, des Wortes, der gesamten Kunst. Wir setzen uns für die gegenseitige Achtung der Menschen untereinander ein. Die Mitglieder der FG Bildende Kunst sind der ver.di-Satzung verpflichtet, insbesondere dem § 5, der ein klares Bekenntnis zu den Grundsätzen des demokratischen, sozialen Rechtsstaates abgibt und zur Verwirklichung und Wahrung der Menschenrechte und einem friedlichen, solidarischen Zusammenleben aufruft. Unsere Mitglieder sind aufgerufen jeglicher Unterdrückung der freien Meinungsäußerung, der Denunziation von Demokraten, der Verbreitung wahrheitswidriger Veröffentlichungen und vorsätzlicher Fälschungen, wie auch der Entstellung von Tatsachen entgegenzutreten.
Wir distanzieren uns entschieden von Personen und politischen Programmen, die Hass, Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie Homophobie, Sexismus propagieren (auch dann, wenn Vertreter dieser Positionen in demokratische Parlamente gewählt wurden, und erwarten das auch von den anderen ver.di-Mitgliedern).“
Neben vielen Anträgen und Entschließungen wurde beraten und beschlossen, dass die Spitzengremien von VBK und ver.di gegenüber der Politik in Berlin und Brüssel mehr politischen Druck für eine „Abgabe von Tech-Konzernen zu Gunsten der künstlerischen Urheber:innen“ entwickeln sollen und dass VBK und ver.di Schulstreiks z.B. durch Teilnahme und Informationen an Mitglieder unterstützen sollen.
Eine intensive Diskussion gab es auch zum Thema „Vergabepraxis öffentlicher Kunst- und Denkmalaufträge in Bayern und wie es ‚eigentlich‘ laufen müsste“.
Vor einzelnen Teilnehmer:innen wurde besonders das Wettbewerbsverfahren von Quivid und Kulturreferat der Stadt München deutlich kritisiert. Vorstand und Künstler:innenrat werden nach dieser Diskussion das Thema in ihren Arbeitskatalog aufnehmen.