Landwirtschaft braucht Zusammenhalt, Zuversicht und verlässliche Rahmenbedingungen

18.10.2026 – Kulmbach

Ökumenischer Erntedank-Gottesdienst und Übergabe der Erntekrone an Bundespräsident Steinmeier – Verbände betonen Verantwortung für Landwirtschaft und ländliche Räume
 
Erntedank ist Anlass, für die Ernte und die Menschen dahinter zu danken und zugleich den Blick auf die Zukunft der Landwirtschaft und der ländlichen Räume zu richten. Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes wurde am 18. Oktober in Kulmbach die traditionelle Erntekrone an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergeben.

Die Erntekrone wurde gemeinsam mit den Landfrauen des BBV Oberfrankens übergeben und steht für die Verbundenheit mit der Landwirtschaft und die Dankbarkeit für die Ernte. Der Deutsche Bauernverband (DBV) setzt damit gemeinsam mit dem Katholischen Verband für die Menschen im ländlichen Raum, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Deutschen LandFrauenverband (dlv) eine langjährige Tradition fort.
 
„Landwirtschaft braucht Zuversicht, denn wer sät, weiß noch nicht, ob er ernten wird. Damit aus dieser Zuversicht Zukunft entstehen kann, brauchen unsere Betriebe verlässliche Rahmenbedingungen von der Aussaat bis zur Ernte. Und wir wissen: Nicht alles liegt in unserer Hand, für eine gute Ernte brauchen wir auch Gottes Segen. Zuversicht und Glauben haben wir, verlässliche Rahmenbedingungen müssen besser werden“, sagt Carl von Butler, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbands.
 
Im Zentrum der gemeinsamen Erklärung der beteiligten Verbände zum Erntedank stand auch der Leitgedanke „Unsere Ernte ist Zusammenhalt“. Dabei geht es um die Menschen, die Landwirtschaft und Gesellschaft prägen und gestalten. Familien, Beschäftigte und ehrenamtlich Engagierte übernehmen Verantwortung, stärken sich gegenseitig und bewältigen Herausforderungen gemeinsam. Dieser Zusammenhalt ist auch für lebendige ländliche Räume und eine starke Demokratie unverzichtbar.
 
Die Erklärung verbindet den Dank für die Ernte mit einem klaren Auftrag für die Zukunft: Sorgearbeit muss fair verteilt, Frauen müssen wirksam entlastet und ehrenamtliches Engagement gestärkt werden. Zugleich gilt es, jungen Menschen Perspektiven in der Landwirtschaft zu eröffnen, Teilhabe zu ermöglichen und Einsamkeit gerade in ländlichen Räumen entgegenzuwirken.
 
Erntedank erinnert daran, dass gute Ernten und eine lebenswerte Zukunft nicht selbstverständlich sind. Zukunft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, Gemeinschaft stärken und Hoffnung auch unter schwierigen Bedingungen bewahren.
 
„Unsere Ernte ist mehr als das, was auf unseren Feldern wächst. Sie ist auch das Ergebnis von Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Verantwortung. Das gilt für die Landwirtschaft ebenso wie für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie“, betont BBV-Generalsekretär Carl von Butler.
 
Die gemeinsame Erntedank-Erklärung finden Sie hier zum Download.

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