Neumarkt darf sich künftig „Hochschulstadt“ nennen

23.10.2026 – Neumarkt

Neumarkt darf künftig die Zusatzbezeichnung „Hochschulstadt“ führen. Das Landratsamt Neumarkt hat den entsprechenden Antrag der Stadt auf fachliche Empfehlung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst genehmigt. Damit wird die wachsende Bedeutung Neumarkts als Hochschulstandort offiziell gewürdigt.

Seit 2016 hat sich Neumarkt zu einem Hochschulstandort mit kontinuierlich wachsendem Angebot entwickelt. Sowohl die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm als auch die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden sind mit dauerhaften Aktivitäten in der Stadt vertreten.

„Die Bezeichnung Hochschulstadt ist eine besondere Anerkennung für die erfolgreiche Entwicklung und zugleich ein Ansporn für die Zukunft“, sagte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn. Dass sich mit der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden gleich zwei staatliche Hochschulen dauerhaft in Neumarkt engagieren, sei ein großer Gewinn für unsere Stadt. „Wir stärken damit Bildung, Wissenschaft und Innovation vor Ort und schaffen attraktive Perspektiven für junge Menschen sowie für unsere Unternehmen. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit unseren Hochschulpartnern konsequent weitergehen.“,

Das Studien- und Forschungsangebot der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm umfasst mittlerweile einen Bachelorstudiengang, einen zum Wintersemester 2026/2027 startenden Masterstudiengang sowie das „Kompetenzzentrum Nachhaltige Ernährungs- und Ressourcenwirtschaft“ und ein Promotionszentrum. In den kommenden Jahren soll der Standort weiter ausgebaut werden. Bis 2030 ist ein Wachstum auf 300 bis 400 Studierende vorgesehen.

Auch die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden betreibt einen eigenen Campus in Neumarkt. Dieser dient insbesondere der akademischen Weiterbildung, der wissenschaftlichen Vernetzung und dem Wissenstransfer. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit der Stadt in den Bereichen Digitalisierung und Innovationstransfer. Weitere Studien- und Weiterbildungsangebote sind vorhanden oder perspektivisch geplant.

Ein sichtbares Zeichen für die langfristige Entwicklung des Hochschulstandorts ist das von der Stadt Neumarkt errichtete Hochschulgebäude am Residenzplatz. Es wurde zum Wintersemester 2024/2025 in Betrieb genommen und schafft eine dauerhafte räumliche Grundlage für die weitere Entwicklung der Hochschulpräsenz.

Um die Standorte langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln, hat die Stadt mit beiden Hochschulen Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Damit soll die Zusammenarbeit verstetigt und die Bedeutung Neumarkts als Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationsstandort weiter gestärkt werden.

Der Neumarkter Stadtrat hatte sich in seiner Sitzung am 30. Juli 2026 einstimmig dafür ausgesprochen, die Zusatzbezeichnung „Hochschulstadt“ zu beantragen. Mit der Genehmigung wird die tatsächliche Entwicklung Neumarkts zum Hochschulstandort auch nach außen sichtbar.

 
 
Foto: Erich Spahn

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