Korridorsanierung: DB saniert Moorstelle bei Osterhofen mit regionalem Know-How

02.10.2026 – Obertraubling-Passau

Niederbayerische Entwicklung löst Problem bei der Moorstelle • Untergrund wird bis zu zwölf Meter tief stabilisiert • Mehr Verlässlichkeit für Reisende und Güterverkehr
 
Der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter hat heute eine der herausforderndsten Baustellen der Korridorsanierung Obertraubling-Passau besucht. Bei Osterhofen saniert die DB InfraGO eine rund zwei Kilometer lange Bahnstrecke, die über eine Moorstelle führt. Weil eine bis zu vier Meter starke Torfschicht unter den Gleisen immer wieder nachgibt, muss die Stelle regelmäßig repariert und instandgehalten werden. 
 
Projektleiterin Aslihan Gebhart: „Die Moorstelle zeigt exemplarisch, was die Korridorsanierung leisten soll: nicht immer wieder reparieren, sondern Schwachstellen grundlegend beseitigen. Schön ist, dass bei der Moorstelle niederbayerisches Know-how ein Problem auf einer Bahnstrecke von überregionaler Bedeutung löst. Sidla & Schönberger aus Schöllnach hat das Verfahren entwickelt, mit dem wir dem Gleis dort Halt geben, wo der Boden bisher immer wieder nachgegeben hat.“
 
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Die zwei Kilometer lange Moorstelle bei Osterhofen ist ein Schlüsselabschnitt bei der Sanierung des Hochleistungskorridors Obertraubling – Passau. Die Torfschicht unter den Gleisen gibt immer wieder nach und muss deswegen verfestigt werden. Ich bin beeindruckt, wie die technische Herausforderung bewältigt wird. Das zeigt, dass wir in Niederbayern Spezialunternehmen von Weltrang haben. Neben der Strecke Nürnberg – Regensburg ist dieser Korridor das zweite große Bahnprojekt in Bayern in diesem Jahr. Insgesamt investiert die DB InfraGO heuer rund vier Milliarden Euro im Freistaat. Das zeigt, dass bei der Bahn und ihrer Infrastruktur endlich etwas vorangeht! Wir leisten dazu ebenfalls einen wichtigen Beitrag und tragen mit rund 28 Millionen Euro die Hälfte der Kosten für die Ersatzverkehre bei den Sanierungen. Ich hoffe, dass die Fahrgäste nach den Arbeiten mit pünktlicheren und zuverlässigeren Zügen auf dieser zentralen Verkehrsachse in Niederbayern entschädigt werden.“  
 
Mit dem Fräs-Misch-Injektionsverfahren verfestigt die DB den Untergrund auf rund zwei Kilometern Länge, stellenweise bis zu zwölf Meter tief. Eine Fräse mischt den weichen Boden direkt vor Ort mit einem Bindemittel. Dabei werden rund 120.000 Kubikmeter Suspension in den Untergrund eingebracht. Außerdem erneuert die DB InfraGO Gleise und Oberleitung, baut Durchlässe neu und verbessert die Entwässerung. Nach der Sanierung soll auch die Langsamfahrstelle entfallen.
 
Die Korridorsanierung Obertraubling–Passau läuft noch bis zum 12. Dezember 2026.

« zurück

Diese Themen könnten Sie auch interessieren