Geschwindigkeitsmessungen am Hienberg

26.10.2026 – A 9 Richtung München, zw. AS Hormersdorf u. AS Schnaittach, Hienbergabfahrt

Am 25.10.2026 wurde in der Zeit von 18:00 – 01:00 Uhr eine stationäre Geschwindigkeitsmessung an der Hienbergabfahrt durchgeführt. In diesem Bereich ist die Geschwindigkeit aufgrund der äußerst kurvigen Streckenführung auf 100 km/h begrenzt. Die Hienbergabfahrt gilt als Unfallschwerpunkt. In der Vergangenheit zeigte sich, dass sich insbesondere Verkehrsteilnehmer aus dem europäischen Ausland nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Da die Ahndung der Verkehrsverstöße bei ausländischen Fahrzeugen im Nachgang einer Messung weiterhin nahezu unmöglich ist, wurden insgesamt 30 „geblitzte“ Fahrzeuge direkt einer Kontrolle unterzogen. Hier wurden insgesamt 21 Sicherheitsleistungen erhoben. In der gesamten Zeit der Geschwindigkeitsmessung wurden 248 Verstöße im Anzeigenbereich registriert, davon lagen 7 gemessene Verkehrsteilnehmer im Bereich eines Fahrverbotes.

Ein tschechischer Verkehrsteilnehmer reagierte auf seine Kontrolle und die Feststellung der Beamten, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, besonders auffällig: er täuschte zunächst einen medizinischen Notfall vor. Ein hinzugerufener Rettungsdienst stellte fest, dass kein medizinischer Notfall vorlag, jedoch konnten durch die eingesetzte Streife drogentypische Auffälligkeiten festgestellt werden. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeuges konnten Betäubungsmittel aufgefunden werden. Es wurde die Weiterfahrt unterbunden und eine Blutentnahme angeordnet. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss, des Geschwindigkeitsverstoßes und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Ein weiterer Verkehrsteilnehmer mit einem schweizerischen Fahrzeug wurde mit einer Geschwindigkeit von 167 km/h gemessen. Nach Abzug der Toleranz fuhr er mit einer Überschreitung von 61 km/h den Hienberg hinab. Eine Streife wollte das Fahrzeug an der AS Schnaittach von der Autobahn lotsen und einer Kontrolle zuführen, jedoch ignorierte der Fahrer die Anhalteversuche. Erst auf Höhe der AS Lauf/Hersbruck hielt der Pkw auf dem Seitenstreifen an. Der 41- jährige Fahrer, dessen Kind sich ebenfalls im Fahrzeug befand, versperrte die Türen und weigerte sich, diese zu öffnen, bzw. mit den eingesetzten Beamten zu kommunizieren. Daraufhin wurden weitere Kräfte hinzugezogen. Für die Dauer der Maßnahme musste die A 9 für ca. 15 Minuten voll gesperrt werden. Nachdem der Fahrer bei laufendem Motor endlich seine Fahrzeugtür öffnete, konnte der Fahrzeugschlüssel in einem unbeobachteten Moment in Verwahrung genommen werden. Der 41-jährige gebürtige Deutsche wurde von den eingesetzten Beamten aus seinem Fahrzeug verbracht. Hier widersetzte er sich den Beamten derart, dass ein Beamter leicht am Bein verletzt wurde und ein weiterer Beamter eine Rippenprellung erlitt. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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