Verwaltungsrat der Audi BKK diskutiert Zukunft der GKV-Finanzierung
04.07.2026 Nürnberg / Ingolstadt.
Der Verwaltungsrat der Audi BKK ist am 2. Juli 2026 zu seiner Klausurtagung und am darauffolgenden Tag zu seiner Sitzung in Nürnberg zusammengekommen. Mit Prof. Dr. Leonie Sundmacher war die stellvertretende Vorsitzende der FinanzKommission Gesundheit zu Gast, um über die aktuellen Herausforderungen der gesetzlichen Krankenversicherung zu diskutieren.
Prof. Leonie Sundmacher, Professorin für Gesundheitsökonomie an der Technischen Universität München und stellvertretende Vorsitzende der FinanzKommission Gesundheit, gab in einem Impulsvortrag Einblicke in die Arbeit der Kommission. Im Mittelpunkt standen unter anderem die einnahmeorientierte Ausgabenpolitik, die Weiterentwicklung der Familienversicherung, mögliche Konsumsteuern mit gesundheitlicher Steuerungswirkung sowie die zentralen Ausgabenbereiche der gesetzlichen Krankenversicherung.
In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierte Prof. Leonie Sundmacher mit Dr. Anja Schramm, Vorstandsvorsitzende der Audi BKK, Jörg Schlagbauer, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der AUDI AG und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Audi BKK sowie Wolfgang Fueter, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrats der Audi BKK und Personalvorstand Volkswagen Nutzfahrzeuge, über die Ergebnisse des ersten Berichts der FinanzKommission Gesundheit, sowie die Frage, wie Beitragsstabilität und Versorgungssicherheit wieder besser miteinander in Einklang gebracht werden können.
Prof. Leonie Sundmacher machte deutlich: "Ein finanziell stabiles Gesundheitssystem braucht eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik und einen klaren Fokus auf den medizinischen Nutzen. Es reicht nicht, Belastungen kurzfristig zu verschieben. Fehlanreize müssen abgebaut, Prävention gezielt gestärkt und Ausgaben dort kritisch geprüft werden, wo steigende Kosten nicht mit besserer Versorgung verbunden sind. Der Austausch mit der Audi BKK zeigt, wie wichtig die Perspektive der Selbstverwaltung und der Praxis für tragfähige politische Lösungen ist."
„Wenn wir über die Finanzierung in der GKV sprechen, geht es immer auch um Gerechtigkeit: Welche Aufgaben werden solidarisch über Beiträge finanziert, welche Verantwortung liegt beim Staat und wo müssen Ausgaben stärker am tatsächlichen Nutzen ausgerichtet werden? Stabile Beiträge entstehen durch eine ehrliche und faire Finanzierung, bei der alle Beteiligten ihren Beitrag leisten. Das ist entscheidend, damit Arbeit bezahlbar bleibt und die solidarische Gesundheitsversorgung dauerhaft stark ist“, ergänzte Jörg Schlagbauer.
„Steigende Beiträge erhöhen den Druck auf Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen und schwächen dadurch Wettbewerbsfähigkeit und Investitionskraft. Und das in einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft enorme Aufgaben bewältigen muss“, sagte Wolfgang Fueter. Und weiter: „Der Austausch mit Prof. Leonie Sundmacher hat ganz klar gezeigt: Eine nachhaltige Finanzpolitik in der GKV braucht klare Prioritäten bei den Ausgaben und eine faire Lastenverteilung. Nur so bleibt unser Gesundheitssystem leistungsfähig und wirtschaftlich tragfähig.“
Die Audi BKK wird sich weiterhin aktiv in die gesundheitspolitische Diskussion einbringen. Ziel bleibt eine nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, die Beitragssatzstabilität, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gleichermaßen berücksichtigt.

























