ÖDP nominiert Susanne Witt als Direktkandidatin
18.12.2024 Neumarkt / Landkreis.Wie schon bei der Bundestagswahl 2021 erhielt Susanne Witt aus Amberg das Vertrauen der Ökodemokraten in den Kreisverbänden Amberg-Sulzbach und Neumarkt, die sie wieder einstimmig als ihre Direktkandidatin nominierten.
Zu Beginn der Nominierungsversammlung in Lauterhofen verwies der Neumarkter ÖDP-Kreisvorsitzende Ludwig Härteis auf die Notwendigkeit, auch als kleine Partei anzutreten, obwohl man keine realistische Chance auf den Einzug in den Bundestag habe. Denn es sei keine Option das Feld kampflos den jetzigen Bundestagsparteien zu überlassen, die Lösung für sämtliche Probleme versprechen, die sie selbst erst geschaffen haben. Vor allem brauche es eine glaubwürdige, bürgerliche Alternative zu den Grünen, die existenziell wichtige Themen wie Arten- und Klimaschutz durch ihre unprofessionelle Regierungsarbeit in Verruf gebracht hätten.
Susanne Witt stimmte dem in ihrer engagierten Bewerbungsrede zu und erläuterte, dass mit vielen Märchen aufgeräumt werden müsste, zum Beispiel, dass wir uns Klimaschutz nicht leisten könnten. Im Gegenteil sei richtig, dass wir es uns nicht leisten könnten, auf Klimaschutz zu verzichten. „Statt nach Gründen zu suchen, die vermeintlich gegen die Energiewende sprechen, sollten wir darüber reden, wie wir davon profitieren“, so die 55-jährige Diplom-Volkswirtin Witt. Sie wolle den Bundestagswahlkampf jedenfalls dazu nutzen, die Ideen der ÖDP besser publik zu machen.
Nach der einstimmigen Nominierung Witts verwies Christoph Zollbrecht, ÖDP-Kreisvorsitzender in Amberg-Sulzbach darauf, dass die ÖDP allerdings nur zur Wahl zugelassen werde, wenn sie in kürzester Zeit 2000 Unterschriften in Bayern sammelt. Für die Zulassung Susanne Witts als Direktkandidatin der Ökodemokraten seien noch einmal 200 Unterschriften im Wahlkreis nötig. Doch auch von dieser krassen Benachteiligung gegenüber den etablierten Parteien, die keine Unterschriften sammeln müssten, lasse man sich nicht entmutigen.
Am kommenden Samstag stellt die ÖDP dann auf ihrem Parteitag in Nürnberg ihre Landesliste für Bayern auf. Als Sonderdelegierte hierfür wurden Christoph Zollbrecht, Klaus Mrasek, Susanne Witt und Ludwig Härteis gewählt.

Foto: Susanne Witt
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