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Zukunftsprojekt „Bauliche Zielplanung 29+x“ am Klinikum Neumarkt

06.02.2026 Neumarkt.

Bauliche Zielplanung 29+x – Meilensteine erreicht – Vorbereitende Maßnahmen abgeschlossen – Beginn der Hauptmaßnahme
 
Das Zukunftsprojekt „Bauliche Zielplanung 29+x“ am Klinikum Neumarkt kann zwei Meilensteine abschließen. Mit der Einweihung des neuen Vinzenz-von-Paul-Gebäudes, in das die Geschäftsleitung und Klinikadministration im 4.Quartal 2025 eingezogen sind sowie mit Abbruch des alten Vinzenz-von-Paul-Hauses wurde das Baufeld für die Hauptmaßnahme zur Zukunftssicherung der Patientenversorgung im Klinikum Neumarkt freigemacht. Nunmehr kann der Spatenstich für die in den kommenden Tagen beginnenden Baumeisterarbeiten erfolgen
 
Bauliche Zielplanung 29+x
 
Nachdem in den letzten Jahren die medizinisch-technischen Bereiche der Klinik im Vordergrund der baulichen Entwicklung standen, wird nunmehr die Infrastruktur für eine medizinische und pflegerische Versorgung auf höchstem Niveau errichtet. Die baulich strukturellen Maßnahmen der Baulichen Zielplanung 29+x priorisieren sich wie folgt:
 
    • Normalpflegestationen, Schaffung der Standardunterkunft auf 2 Bettzimmer, sowie der erforderlichen Kapazitäten an 1-Bett und Isolierzimmern, Isolierstation
    • Bau eines zentralen Interventionsbereiches incl. der hygienisch bedingten Restrukturierung des Herzkatheterbereiches
    • Prozessverbesserung der Patientenlenkung
        - Notfallzentrum
        - Zentrale Patientenaufnahme und – Entlassung
        - Zentrale Patientenvorbereitung
    • Restrukturierung „Ambulanz-Sprechstunden“ und Arztdienstbereiche
    • Zentralisierung der Personalumkleiden 
    • Logistik - Prozessverbesserung durch Automatisierung und dem Einsatz von Robotik
    • Weiterentwicklung der Administration, Arbeitsplatzqualität, Digitalisierung incl. dem Einsatz von künstliche Intelligenz
 
Im Rahmen einer baulichen Machbarkeitsstudie wurde geprüft, dass die zusätzlich notwendigen Flächen durch Ergänzungen sowie Anpassungen der vorhandenen Baustruktur eine bauliche Zukunftsfähigkeit des Klinikums Neumarkt am bestehenden Standort möglich ist. Durch eine geschickte Bauabschnittsbildung ist das Gesamtprojekt „Bauliche Zielplanung 29+x“ in vier Bauabschnitten im Laufe der nächsten Jahre umsetzbar. 
 
Landrat Willibald Gailler zeigt sich hocherfreut über den Fortschritt bei dieser sehr komplexen Baumaßnahme. Mit dem im Rahmen des 2. BA zu errichtenden Neubaus wird es zu einer weiteren Verbesserung in der Patientenversorgung kommen. Ein weiterer Baustein zur langfristigen Sicherung der Klinikstandortes Neumarkt im Hinblick auf die bevorstehende Krankenhausstrukturreform. Insbesondere dankte er Staatsminister Albert Füracker und den Förderbehörden in München und Regensburg für die Finanzierung im Rahmen des Bayerischen Jahreskrankenhausbauprogrammes. 
 
Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, MdL, betonte: „Gesundheit ist unser höchstes Gut – sie bildet die Grundlage für Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit der Baulichen Zielplanung 29+x setzt das Klinikum Neumarkt neue Maßstäbe und zeigt eindrucksvoll, wie moderne und zukunftsorientierte Medizin in Bayern gestaltet werden kann. Durch den Ausbau von Einzel- und Isolierzimmern, eine leistungsfähige Notaufnahme und optimierte Abläufe entstehen deutlich spürbare Verbesserungen für Patientinnen und Patienten. Die Menschen vor Ort profitieren von einer erstklassigen medizinischen Versorgung, die Sicherheit, Qualität und Menschlichkeit in den Mittelpunkt rückt. Dieses Großprojekt ist ein starkes Bekenntnis zu einer wohnortnahen, nachhaltigen und zukunftsfesten Gesundheitsversorgung – für die Oberpfalz und ganz Bayern!
 
Bayerns Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention war vertreten durch den Amtschef, Ministerialdirektor Dr. Rainer Hutka. Er betonte in seinem Grußwort: „Wie Sie Herausforderungen am Klinikum Neumarkt angehen, ist vorbildlich. Die Umsetzung von Umbau und Erweiterung in weniger als einem Jahr ist rekordverdächtig. Sie haben parallel zum Ausbau auch ein Strukturgutachten zur regionalen Versorgungslandschaft in Auftrag gegeben und wappnen sich damit schon jetzt für eine sich verändernde Krankenhauslandschaft. Ebenso sind Sie mit rund 280 Ausbildungsplätzen in der Berufsfachschule für Pflege und Krankenpflegehilfe für die Nachwuchsgewinnung bestens vorbereitet. Hierzu kann man nur sagen: Weiter so!“
 
Architekt Martin Rieger vom Planungs- und Architekturbüro a|sh sander.hofrichter architekten GmbH aus Ludwigshafen erläuterte im Anschluss ausführlich diese Baumaßnahme und den Zeitplan. Nicht unerwähnt wollte er hier die jahrelange und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Büro Distler Architekten und Ingenieure lassen, die sich um die Ausführungsplanung, Ausschreibungen und Objektüberwachung kümmern.
 
Neubau Vinzenz-von-Paul-Haus (1. Bauabschnitt)
 
Mit dem Erweiterungsbau in moderner Holzmassivbauweise wurde die ehemalige Pflegeschule zu einem L-förmigen Gebäude weiterentwickelt, künftig stehen hier moderne Räume für die Klinikleitung und der Administration zur Verfügung. Dank eines hohen Vorfertigungsgrades konnte das Gebäude in deutlich verkürzter Bauzeit von 10 Monaten realisiert werden. 
 
Spatenstich Hauptmaßnahme (2. Bauabschnitt)
 
Mit dem nächsten Bauabschnitt entsteht westlich des Hauptgebäudes ein Erweiterungsbau, hierfür wurde das bestehende Vinzenz-von-Paul-Haus zurückgebaut und die Liegendkrankenvorfahrt neu organisiert. Der Neubau ist baulich und städtebaulich dahingehend konzipiert, dass eine spätere Aufstockung um mehrere Geschosse möglich ist. In seiner Gestaltung und Materialität orientiert sich das Gebäude an den bestehenden Strukturen und wird sich harmonisch in das Gesamtbild des Klinikums einfügen. 2028 soll dieses Gebäude fertig gestellt werden und in die Nutzung übergehen.
 
Die Verantwortlichen um Klinikvorstand Markus Graf hoffen, dass die Baumaßnahme möglichst unfallfrei verläuft und der vorgesehene Terminplan eingehalten werden kann. Bevor er die geladenen Gäste zu einem Stehempfang bitten durfte, erhielt das Vinzenz-von-Paul-Gebäude noch den Segen durch die beiden Klinikseelsorger Pfarrerin Katharina Thoma und Pastoralreferent Horst Krämer.
 
Wissenswertes und Technische Daten:
 
29+x 1. BA Verwaltung, Neubau der Verwaltungsflächen als Holzbau und Umbau einer bestehenden Schule in Holzbau zu Verwaltungsflächen:
 
Bruttogrundrissfläche BGF (m²)    2.058 qm
Nutzfläche (m²)    1.032 qm
Beginn Planung (Monat/Jahr):  09/2022
Beginn Bauzeit (Monat/Jahr):  02/2025
Ende Ausführung (Monat/Jahr): 11/2025
2 Vollgeschosse | Holz-Massivbauweise | Beheizung durch regenerative Energie: Luft-Wasser-Wärmepumpe
 
29+x 2. BA Erweiterungsgebäude Klinikum, Zentrale Notaufnahme, Linksherzkathertemessplätze, Schmerz-Tagesklinik, Personalumkleiden, Technikbereiche
 
Bruttogrundrissfläche (m²) 8.283 qm
Nutzfläche (m²) 2.590 qm
Beginn Planung (Monat/Jahr):  08/2023
Beginn Bauzeit (Monat/Jahr):  02/2026
Ende Ausführung (Monat/Jahr): II/2028
 
3 Vollgeschosse | Stahlbeton-Skelettbauweise, dadurch sind flexible Grundrisse möglich | Beheizung durch Luft-Wasser-Wärmepumpe und Biogas Blockheizkraftwerk.
 

Grafik: sander.hofrichter architekten GmbH | Gesellschaft für Architektur und Generalplanung, Ludwigshafen

 

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