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Tag der Pflegenden - Wie Pflege zurück ins Leben führt

05.05.2026 Neumarkt / Landkreis.

Der Internationale Tag der Pflegenden findet 2026 wie jedes Jahr am Geburtstag von Florence Nightingale, dem 12. Mai, statt. Weltweit würdigt dieser Tag die unverzichtbare Arbeit von Pflegekräften und rückt deren Kompetenz sowie ihre oft herausfordernde Arbeitssituation in den Fokus. Wie wertvoll und wirkungsvoll professionelle Pflege sein kann, zeigt sich auch im Seniorenzentrum Pyrbaum der Diakonie NAH e.V. tagtäglich. Hier steht nicht nur die Versorgung, sondern vor allem die Förderung von Selbständigkeit und Lebensqualität im Mittelpunkt. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist der 87-jährige Manfred Besekau. Er lebte lange Zeit selbständig in Rasch bei Altdorf in einer Nachbarschaft, die aufeinander achtet. Nachbarschaft. Doch im September 2025 veränderte ein gesundheitlicher Einschnitt sein Leben schlagartig: „Es zog mir die Beine weg. Ich saß auf einer Bank und fiel nach vorn auf die Steine.“ Es folgte eine belastende Zeit mit mehreren Krankenhausaufenthalten innerhalb kürzester Zeit. Zunächst wurde er im Altdorfer Krankenhaus erstversorgt und anschließend bis Anfang September im Klinikum Nürnberg behandelt. Nach einer kurzen Rückkehr nach Hause kam es zu einem erneuten Sturz, woraufhin er im Klinikum Neumarkt weiterbehandelt wurde. Er war in einer sehr schlechteren körperlichen Verfassung. „Ich nahm in dem Zeitraum von 72 kg auf 53 kg ab“, berichtet M. Besekau. Seine große Leidenschaft – Oldtimer, insbesondere „Ostroller“ wie die tschechische Jawa – musste er zunächst vollständig aufgeben. Auch Fahrten mit seiner Yamaha waren plötzlich nicht mehr möglich. Eine Rückkehr in die eigene Wohnung war vorerst ausgeschlossen. Daher kam er Ende September 2025 zur Kurzzeitpflege mit Übergang in die Vollstationäre Pflege ins Seniorenzentrum Pyrbaum. Hier begann sein Weg zurück ins selbständige Leben. Anfangs war er stark geschwächt und kaum mobil. „Ich wurde hier systematisch wieder aufgebaut. Durch Übungen, durch viel Verständnis, Freundlichkeit und gute Pflege!“ Schritt für Schritt gewann er seine Fähigkeiten zurück. Selbst alltägliche Dinge wie das eigenständige Essen musste er neu erlernen. „Das Essen ist hier so gut!“ lobt er. Mit viel Geduld, fachlicher Kompetenz und persönlicher Zuwendung gelang es dem Pflegeteam, ihn nachhaltig zu stärken. Schritt für Schritt eroberte er sich im Seniorenzentrum seine Selbständigkeit zurück. Zunächst im Rollstuhl, dann mit Rollator. „Es geht auch ohne inzwischen,“ sagt er. „Es geht mir inzwischen wirklich wieder blendend! Ich wurde hier super versorgt,“ dankt er allen Pflegekräften. Nun kann Manfred Besekau in sein Zuhause nach Rasch zurückkehren. Für ihn ein großer Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben: „Ich werde alles etwas langsamer angehen und mir Profis holen, die sich um meine Bäume und Sträucher kümmern. Aber alles andere mache ich wieder selbst – und werde auch ganz sicher wieder auf meiner Jawa 2 sitzen!“ strahlt er.

Manfred Besekau – Foto: Iris Lederer

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