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Stromnetz der Stadtwerke Neumarkt i.d.OPf. äußerst ausfallsicher

12.08.2020 Neumarkt.

Versorgungsunterbrechungen weit unter Durchschnitt
 
Das Stromnetz der Stadtwerke Neumarkt i.d.OPf. ist sehr ausfallsicher. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche ungeplante Unterbrechungsdauer je Kunde bei lediglich 1,9 Minuten. Damit befindet sich der Wert deutlich unter dem bundesdeutschen Mittel von rund 15 Minuten.
 
„Die Versorgungsunterbrechungen im Netz der Stadtwerke Neumarkt i.d.OPf. sind nicht ohne Grund so gering. Schon immer legen wir besonders großen Wert auf die Wartung, Sanierung und Ertüchtigung unseres Verteilnetzes. Jährlich investieren wir dafür einen Betrag von rund zwei Millionen Euro. Die hohe Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit sind Beleg dafür, dass sich dieses Engagement lohnt“, so Franz Hunner, Geschäftsbereichsleiter Infrastruktur, Schwerpunkt Netzmanagement.
 
Die hohe Netzstabilität fußt auf verschiedenen Säulen. Ganz wesentlich trägt die Tatsache dazu bei, dass es sich beim Verteilnetz um ein sogenanntes „vermaschtes Netz“ handelt. Bei dieser Bauform werden alle Abnehmer über Ringleitungen versorgt. Der Vorteil: Im Falle eines Leitungsschadens ist bis zur Behebung in der Regel nur ein Verbraucher vom Ausfall betroffen. Die unmittelbaren Anlieger können über die Ringleitung von der anderen Richtung aus weiter versorgt werden. Dagegen sind bei Netzen mit Stichleitungen alle Verbraucher, die hinter der Schadenstelle liegen, zunächst ohne Strom.
 
Auch die Art und Weise, wie die Leitungen von den Stromverteilerkästen zu den einzelnen Abnehmern angeschlossen sind, ist wichtig, um niedrige Ausfallzeiten zu erhalten. Die Stadtwerke Neumarkt setzen daher auf die Schrankbauweise. Dabei sind die Versorgungsleitungen nicht fest an das Verteilnetz angeschlossen. Ähnlich wie bei einer Mehrfachsteckdosenleiste, die man im Haushalt verwendet, sind die einzelnen Leitungen in den Stromverteilerkästen einzeln gesteckt und können bei Bedarf zügig vom Netz genommen werden. Damit ist eine schnellere Schadensbehebung möglich und gleichzeitig sinkt das Risiko, dass ein Schaden kaskadiert, also auf andere Verbraucher überspringen kann.
 
Ein großer Vorteil ist zudem, dass es im gesamten Mittel- und Niederspannungsverteilnetz keine Freileitungen mehr gibt. Alle Stromleitungen verlaufen unterirdisch, was sie deutlich weniger anfällig für Schäden durch Wind, Windbruch, Schnee, Eis oder andere äußere Einwirkungen macht.
 
Und nicht zuletzt ist das gesamte Stromverteilnetz vollständig digital dokumentiert. Die andernorts noch verwendeten Handskizzen gibt es nicht mehr. Dies erleichtert zum einen die Planung von Tiefbauprojekten. Zum anderen sorgt die genaue Dokumentation dafür, dass im Zuge der Bautätigkeiten die Verläufe genau bekannt sind und mögliche Beschädigungen weitgehend vermieden werden können.
 
„Letztlich ist es ein Zusammenspiel des gesamten Maßnahmenkatalogs, dass unser Stromnetz so ausfallsicher macht. Davon profitieren alle Verbraucher. Damit die Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten so allgemeinverträglich wie möglich ablaufen, orientieren wir uns auch künftig weiter an städtischen Rahmenplanungen, wie dem Generalentwässerungsplan. Dies hat den Vorteil, dass wir bei ohnehin erforderlichen Baumaßnahmen unsere Arbeiten gleich miterledigen können. Das spart Geld und verkürzt Baustellenzeiten“, so Hunner abschließend.
 
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