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Stellungnahme der Freien Wähler zum Bericht: „Umgehung Mühlhausen entzweit einen Ort“

17.01.2019 Mühlhausen.

Stellungnahme der Freien Wähler zum Bericht: „Umgehung Mühlhausen entzweit einen Ort“ im Neumarkter Tagblatt vom 12. Januar 2019:

Der Bericht beschreibt sehr deutlich die momentane Situation in Mühlhausen. Die neue Umgehung entlastet ohne Zweifel die Bürger an der B 299 im Kernort und war ohne Wenn und Aber dringend nötig. Allerdings geht das nun zum Teil auf Kosten anderer. Wäre hier mit Augenmaß gebaut worden, so wie ursprünglich einmal vorgesehen, gäbe es jetzt einige Probleme weniger.

„Wir haben uns seit langem für diese Umgehung eingesetzt. Aber so eine „Monstertrasse“ wollten wir niemals“, so Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender der FW Manfred Schreiner, der sich seit rund dreißig Jahren für die Ortsumgehung engagiert hat. „Auch wegen dem dreispurigen Ausbau habe ich immer wieder auf die hohe Geschwindigkeit und die damit verbundene Geräuschemission im Bereich Mühlhausen hin gewiesen“, erklärt Schreiner, der als Fahrlehrer den Straßenverkehr sehr genau kennt.

Bezeichnend ist auch die Aussage des Bürgermeisters, er verstehe die Aufregung nicht, alle hätten von den Plänen gewusst. Natürlich wussten die Bürger von den Plänen, aber wer kann sich schon aufgrund von Plänen und Beschreibungen ein reales Bild machen wie z.B. über die Höhe einer Trassenführung. Hier wären das Staatliche Bauamt und vor allem der Bürgermeister gefragt gewesen, die Bürger wesentlich genauer zu informieren. „Wir haben uns deutlich von diesen Plänen distanziert und uns vehement dafür ausgesprochen, eine Umgehung mit Augenmaß zu errichten, bzw. auf überdimensionierte Anbindungen mit enormem Flächenverbrauch zu verzichten oder die notwendigen Anbindungen mit Kreisverkehren zu bauen, z.B. bei der Anschlussstelle Nord oder bei der Abfahrt zur NM 19, statt dieser im Bau und auch im Unterhalt kostenintensiven Brückenlösungen. Aber genutzt hat es nichts.“ Das Staatliche Bauamt habe mit eifrigem Kopfnicken des Bürgermeisters fast alle Einwände, die von den FW und seitens besorgter Bürger gekommen sind, vom Tisch gewischt. Nur mit großer Mühe konnte eine fragwürdige und gefährliche Einmündung aus dem Gewerbegebiet Nord verhindert werden. Hier hätten LKWs in einer Steigung nach links in die B 299 einbiegen müssen. „Aber jetzt ist die Umgehung so wie sie ist!“

Vielleicht hätte mit größerer Unterstützung in der Bevölkerung noch mehr erreicht werden können. Noch kommen die Probleme mit der Geräuschentwicklung nicht voll zur Geltung. Erst in der warmen Jahreszeit, wenn sich die Bewohner im Freien aufhalten und die Fenster geöffnet sind, wird die „Sulztalautobahn“ voraussichtlich zu einer erheblichen Lärmbelästigung werden. Die Anwohner am Rohrfeld merken es schon heute. Bei der Gestaltung des Ortskerns und der alten B 299 muss es nach Meinung der FW-Fraktion mehr Bürgerbeteiligung geben, und sinnvolle Ideen und Vorschläge der Bürger sollten frühzeitig in die Planungen einbezogen werden.
 

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