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Spendenaktion für Objekte in Peru

02.12.2019 Neumarkt.

Helmut Lukas hat eine Mitteilung für unsere Leser

Wie Sie sicher wissen, bin ich seit dem Jahre 2002 für 2 Projekte in Peru tätig.

Ich engagiere mich im ersten Projekt  für ein Waisenhaus  in Puno, einer Stadt südöstlich in der Größe von Regensburg, am Titicacasee gelegen.
 
Hier werden  nur weibliche Kinder und Jugendliche aufgenommen, die Vollwaisen, Halbwaisen  sind oder aufgrund persönlicher Umstände nicht in der Familie bleiben oder ernährt werden können. Das Alter erstreckt sich von 3 Jahren und bis zu 23/25 Jahren. Mir ist hier neben der Sachausstattung insbesondere  die Erziehung, Bildung und Ausbildung der jungenen Erwachsenen besonders wichtig, damit sie nach dem Verlassen des Waisenhauses (nach Beendigung einer Schulausbildung, Berufsausbildung oder Studium) auf "eigenen Beinen" stehen können.  Mit Spendengeldern finanziere ich auch das Studium an der Universität für geeeignete Mädchen. Über die Bildung kann man sich dem Sumpf der Armut entziehen. Die Leitung des Waisenenhauses obliegt Ordensschwestern  vom Orden des hl. Vincenz von Paul. Junge Frauen und Männer verbringen im Rahmen einer sozialen Arbeit oftmals mehrere Monate zur Unterstützung im Waisenhaus. Diese Unterstützung  hat meine Tochter Stefanie auch im Jahre 2002 geleistet. Sie war durch die Vermittlung von Comboni-Pater Josef Schmidpeter, der früher schon einmal als Missionar in Peru war, als erstes deutsches Mädchen zur Unterstützung in das Waisenhaus gekommen. Über ihr soziales Engagement lernte ich das Waisenhaus und die Notwendigkeit einer Unterstützung kennen.
 
Im zweiten Projekt geht es in erster Linie um Menschen in und um Armen-Gebiete. Comboni-Pater Josef Schmidpeter, der mit seinen 83 Jahren täglich Sorge um diese Menschen hat, schreibt in seinem letzten Brief: "Viele Menschen, insbesondere Arme und Kranke leben hier in der Ausgrenzung, Rechtlosigkeit, Armut und im Unfrieden. Wir spüren dies besonders auch in der Koruption, den Lügen, dem Stehlen und Morden. Vor allem sind es die Ausbeutung, der Hunger und die Krankheit"!
 
In dieser Notsituation gründete er mit anderen wohltätigen Menschen in Arequipa (zweitgrößte Stadt Peru´s) ein Centro Medico (Poliklinik) "Espiritu Santo", wir würden hier dies als Ärztehaus bezeichnen. Kranke Menschen, meist aus den Armengebieten im Umkreis von 150 km, suchen diese Poliklinik auf. Gegen eine geringe Gebühr von 3 - 5 Soles (etwa 1,- bis  2,-- Euro) erfolgt  eine Behndlung.  Oftmals kann dieser Betrag von den Kranken nicht aufgebracht werden, deshalb erfolgt dennoch eine Behandlung und die Kosten werden von einem Fond beglichen, der aus Spendengeld angelegt wurde. Der Ansturm auf diese Einrichtung war so enorm, dass vor etwa 10 Jahren in einem Erdbebengebiet (ein anderes Grundstück war preislich nicht zu bekommen) ein größeres Ärztehaus errichtet wurde.Der Staat stellt keinen Platz zur Verfügung oder erwartet einen unerschwinglichen Preis. Aber auch die Ortskirche mit ihrem Bischof sieht hier in den sozialen Projekten eine Konkurrenz.
 
In beiden Einrichtungen kommen etwa täglich ca. 2500 Menschen und suchen medizinische Hilfe. Im Jahre 2018 suchten etwa 750 000 Menschen die beiden Polikliniken auf, um Hilfe zu erhalten.
 
Zur weiteren Unterstützung für Arme und Kranke wurde  heuer im Juni eine kleines Centro Medico in der Haupstadt Lima, in einem Armengebiet, im Stadtteil EL Augustino, eingeweiht. Die Begeisterung bei den Menschen war sehr groß über diese neue Krankenanlaufstelle. Der Bezirk EL Agustino hat ca. 200 000 Einwohner und ist eines der ältesten und ärmsten Armenviertel in Lima. Es herrscht dort auch eine starke Kriminalität, so dass auch in dieser Poliklinik Sicherheitspersonal Tag und Nacht im Einsatz ist.
 
Gerade die riesigen Elendsgebiete in Lima (Elf-Millionenstadt) brauchen verstärkt solche ärztlichen Einrichtungen.
 
Seinen letzten Brief an die Unterstützer aus Deutschland beendete Pater Josef Schmidpeter mit den Worten:
 
"Euch, liebe Freunde und Helfende möchte ich bitten, dass Ihr uns den Rücken stärkt und ermutigt, weiterzuarbeiten im Dienst an den Kranken und Armen, denn auch sie hoffen auf einen besseren Morgen. Die Menschen hier sind es uns wert! Gott danke Euch und segne Euch! Euer Padre Jose "
 
Für Ihre Unterstützung möchte ich mich ganz herzlich bedanken. 
 
 
Pater Josef Schmidpeter bei der Einweihung im Juni 2019. Neben ihm am Ambo der Chef des Leitungsteames Herr Victor Salcedo
 
Spendenkonto sind:  Raiffeisenbank Neumarkt, IBAN:   DE53 7606 9553 0103 3042 48
 
                                   Sparkasse Neumarkt,          IBAN:   DE48 7605 2080 0008 3367 37
 
Kontoinhaber:          Waisenhaus Puno / Med. Zentrum Arequipa
 
Bei Bedarf einer Spendenquittung  (über 200 Euro für Finanzamt notwendig) unbedingt vollständige Anschrift angeben, ansonsten reicht der Überweisungsbeleg.
 
Mein besonderer Dank gilt auch allen Spendern und Unterstützern der beiden Projekte.
 
Mit freundlichen und dankbaren  Grüßen
 
Helmut Lukas
 
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