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Kripo klärt schwere Brandstiftung in Asylbewerberunterkunft

16.09.2019 Geisenfeld, Landkreis Pfaffenhofen.

Drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft
 
Wie bereits berichtet,  wurden durch eine vorsätzliche Brandlegung in einer Asylunterkunft im Geisenfelder Feilenmoos am 10.08.2019 mehrere Personen verletzt. In der Unterkunft entstand ein Sachschaden von rund 20.000 Euro. Noch in der Tatnacht übernahm die Kriminalpolizei Ingolstadt die Ermittlungen vor Ort.
 
Umfangreiche Befragungen in der Unterkunft führten schließlich dazu, dass sich der Kreis der Tatverdächtigen auf drei männliche Bewohner der Unterkunft eingrenzen ließ.
 
Nach und nach gelang es den Ermittlern u. a. durch Lichtbildvorlagen die tatverdächtigen Männer im Alter von 22, 25 und 29 Jahren zu identifizieren und festzunehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wurden sie in den vergangenen Tagen dem Haftrichter vorgeführt. In allen 3 Fällen wurde die Untersuchungshaft wegen Verdachts der schweren Brandstiftung angeordnet.

Brand in Unterkunft für Asylbewerber - Vier Personen verletzt
 
Durch ein Feuer in der Asylbewerberunterkunft „Patriotstellung“ im Geisenfelder Feilenmoos wurden in der gestrigen Nacht mehrere Personen verletzt. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Brand absichtlich gelegt wurde.
 
Gegen 23:30 Uhr hatten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes während ihres Rundgangs Rauch aus einem unbewohnten Zimmer im Erdgeschoss wahrgenommen und nach ersten Löschversuchen die Feuerwehr alarmiert, die ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindern und den Brand nach kurzer Zeit löschen konnte.
 
Alle anwesenden der derzeit 98 amtlich gemeldeten Bewohner wurden aus dem Gebäude evakuiert und durch ein Großaufgebot an Rettungskräften betreut. Nach ersten Erkenntnissen erlitten zwei Personen Rauchgasvergiftungen, zwei weitere Bewohner verletzten sich bei der Flucht aus der Unterkunft. Alle Verletzten wurden vor Ort versorgt, zwei der Personen wurden im Anschluss in Krankenhäuser eingeliefert.
 
Etwa zwei Stunden nach der Brandentdeckung konnten die unversehrten Gebäudeteile wieder für die Bewohner freigegeben werden. Zusätzlich hatten Einsatzkräfte des THW vorsorglich zwei große Zelte als alternative Übernachtungsmöglichkeit aufgebaut.
 
Der Sachschaden am Gebäude beträgt nach ersten Einschätzungen rund 20000 Euro. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat noch in der Nacht die Arbeiten zur Ermittlungen der Brandursache übernommen, in deren bisherigem Verlauf sich Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung verdichteten. Hinweise auf eine politisch motivierte Tat liegen derzeit nicht vor.
 
An dem Einsatz waren mehr als 120 Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehren, des THW und der Polizei beteiligt. Sie wurden von Vertretern der Stadt Geisenfeld sowie des Landratsamtes Pfaffenhofen unterstützt.
 

 

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