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Kirchliches Leben in den kommenden Monaten: Weiterhin Kreativität gefragt

16.09.2020 Neumarkt.

Junge Menschen und Familien bleiben vielerorts den Gottesdiensten fern. Außerdem stellt die kalte Jahreszeit mit ihren besonderen Feiertagen die Pfarreien vor größere Herausforderungen. Dekan Artur Wechsler und seine Stellvertreter ermuntern zu vielfältigem Engagement und kreativen Ansätzen. 
 
"Wir rechnen nicht damit, dass die Hygiene- und Abstandsgebote, die ja auch das gottesdienstliche Leben betreffen, in den Herbst- und Wintermonaten aufgehoben werden", erklärten Dekan Artur Wechsler und seine beiden Stellvertreter, Pfarrer Stefan Wingen aus Neumarkt und Pfarrer Martin Fuchs aus Berg, in einem Schreiben an die Pfarrer und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden. 
 
Die Seelsorger im Dekanat schmerze derzeit vor allem, dass Familien mit Kindern und Jugendliche, darunter auch viele Ministranten, derzeit nicht am gottesdienstlichen Leben teilnehmen würden. Es bedürfe daher in den nächsten Monaten "besonderer Anstrengungen in der Familien-, Kinder- und Jugendpastoral", erklärten die drei Geistlichen. Junge Menschen bräuchten nicht nur den sonntäglichen Gottesdienst, sondern auch Spiel, Musik, Kreativität und Bewegung. Wechsler und seine Stellvertreter wollen dazu ermutigen, kreativ zu sein und Ideen zu entwickeln, wie Kinder und Jugendliche mit der Frohen Botschaft und der kirchlichen Gemeinschaft in Verbindung bleiben oder kommen könnten. Ausdrücklich betonen sie, "dass die sonntägliche Eucharistiefeier ist nicht die einzige Möglichkeit, mit Familien in Berührung zu kommen und ihnen Orientierung und 'geistliche Nahrung' zu geben". Mancherorts habe man in den letzten Monaten, so ergänzt Dekanatsreferent Christian Schrödl, zu sehr auf dir Rückkehr zum üblichen Gottesdienstbetrieb gesetzt und dabei die Situation und die Bedürfnisse von jungen Menschen und Familien übersehen.
Der Dekan und seine Stellvertreter regen in Ihrem Schreiben auch schon einmal dazu an, an Allerheiligen und die Weihnachtsfeiertage zu denken. Besonders an den hohen Feiertagen solle vermieden werden, "dass wir Gläubige an Weihnachten nach Hause schicken müssen oder dass ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an den Kirchentüren überfordert sind". Außerdem gelte es vor allem an Weihnachten behutsam mit den Ehrenamtlichen umzugehen, die im Spagat zwischen Engagement in der Pfarrei einerseits und der familiären Feier andererseits stünden. Den drei Pfarrern ist bewusst, dass eine größere Zahl von Gottesdiensten oder die Durchführung neuer Formen eine Mehrbelastung bedeute, der Einsatz lohne sich aber, "denn jede Mühe, die wir uns als Kirche machen, wird in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen." Das Dekanat gibt nun den Pfarrgemeinden Impulsfragen an die Hand, die jetzt schon für eine rechtzeitige Vorbereitung der Weihnachtsfeiertage verwendet werden können.
 
In dem Schreiben bitten Wechsler und seine beiden Stellvertreter außerdem, gegebenenfalls am Hochfest Allerheiligen auch überfüllte Andachten in Kirchenräumen zu verzichten und die Segnung der Gräber auf dem Friedhof für Gebet und Trost zu nutzen. Außerdem regten die drei Geistlichen an, die diesjährige Caritas-Herbstsammlung nicht als Straßensammlung durchzuführen, sondern Überweisungsträger und Informationsschreiben in die Briefkästen einzuwerfen. 
 
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