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Große Fortschritte

14.04.2021 Parsberg.

Große Fortschritte sehen die SPD-Kreisräte beim Thema Gesundheitsvorsorge in der Parsberger Region im Landkreis Neumarkt. Der Fraktionssprecher der Sozialdemokraten im Neumarkter Kreistag Dirk Lippmann konnte zu diesem wichtigen Zukunftsthema Dr. Wolfgang Bärtl und René Klinger, seit Anfang Oktober letzten Jahres Vorstand des Klinikum Neumarkt, zur Fraktionssitzung begrüßen.

Projektberater Dr. Bärtl stellte in einem anschaulichen Kurzvortrag den aktuellen Stand des Gesundheitscampus Parsberg vor. Das Ergebnis der Zusammenarbeit bei diesem Projekt zwischen dem Klinikum Neumarkt und der Medbo, den Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz, sei die Schaffung eines Gesundheitsstandorts, der in der Region und über die Region hinaus Strahlkraft entwickeln werde, erklärte Carolin Braun, ehemalige Bürgermeisterin und Kreisrätin aus Dietfurt. Der Gesundheitscampus Parsberg fuße auf drei Säulen, führte Dr. Bärtl aus. Neben der Klinik Psychosomatik Medbo und dem Haus der Gesundheit entstehe in dem Bestandgebäude der ehemaligen Klinik Parsberg ein Zentrum für Altenhilfe. Allein das Haus der Gesundheit umfasse rund 4000 Quadratmeter an vermietbarer Fläche. Arztpraxen mit ca. 13 Einheiten mit etwa zehn Facharztdisziplinen, ein Sanitätshaus, eine Apotheke und ein Café bzw. Bistro würden nach Fertigstellung im Jahr 2023 hier Einzug erhalten. Auch das Zentrum für Altenhilfe orientiere sich an den neusten Erkenntnissen in diesem Bereich. So entstehe eine nachhaltige Versorgungskette in diesem neuen Quartiershaus. Die vollstationäre Altenhilfe mit Schwerpunkt Demenz werde ergänzt durch eine Tagespflege, eingestreute Kurzzeitpflege, einem ambulanten Pflegedienst sowie die Möglichkeit, in Hausgemeinschaften zu leben. Ein Service- und Quartiersbüro rundeten das Zentrum für Altenpflege ab.

Zufrieden mit dem bisherigen Zeitplan zeigte sich Klinger. Aktuell stünden noch weitere Mietverhandlungen an, einen Großteil habe man bereits unter Dach und Fach. In diesem Monat gehe der Umzug der Tagespflege in das Krankenhausgebäude über die Bühne. Auch beginne man im April mit dem Abbruch des Wohnheims sowie des unterirdischen Hilfskrankenhauses, welches in den Zeiten des Kalten Krieges vom Bund errichtet worden war. Den Platz brauche man für eine neue Tiefgarage, die mit diesem Projekt auch realisiert werde. Der Startschuss für den Neubau des Gesundheitscampus solle noch in diesem Jahr erfolgen.

Der ehemalige Berger Bürgermeister und Kreisrat Helmut Himmler sah in diesem Projekt eine Leuchtturmfunktion für den ländlichen Raum. Besonders die neue Radiologie stelle ein weiteres Qualitätsmerkmal dar, damit ließen sich die Wege für Patienten aus diesem Bereich erheblich verkürzen. Die Umsetzung des Gesundheitscampus Parsberg biete den Bürgerinnen und Bürgern in Zukunft eine umfangreiche medizinische Versorgung vor Ort in einer bisher nicht dagewesenen Bandbreite.

Rückblickend betrachtet, hätten solche zukunftsweisenden Projekte eine lange Vorlaufzeit, stellte Lippmann fest. Mit diesem Projekt sei aber die Weiterentwicklung der Gesundheitsvorsorge im Landkreis noch lange nicht abgeschlossen. Um auf absehbare Entwicklungen in der Gesundheitsvorsorge rechtzeitig reagieren zu können, müsse man jetzt schon aktiv mit durchdachten Konzepten und Strategien neue Wege gehen, um auch in Zukunft allen Bürgerinnen und Bürgern eine gute medizinische Versorgung gewähren zu können. 

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