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Friedensgesellschaft begrüßt Truppenabzug

06.05.2026 Oberpfalz.

Der Sitzungstermin des Regionalvorstand Oberpfalz der DFG-VK stand schon lange fest, aber er diskutierte auf seiner Sitzung auch den angekündigten Abzug von US-Truppen. Die Friedensbewegung sieht den Abzug als Chance zur Realisierung eines 3. bayerischen Nationalparks Grafenwöhr/Hohenfels. Vorstandssprecher Willi Rester, der als Soldat damals beide Truppenübungsplätze kennenlernte, verwies auf die Nachfolgenutzungen von anderen Militärgeländen. Sowohl das jetztige Biospärengebiet Schwäbische Alb (ehemals TÜP Münsingen) als auch der thüringesche Nationalpark Haimichen (ehemaliger TÜP der Sowjetarmee) generieren mittlerweile mehr Beschäftigung und Wirtschaftskraft als das damalige Militär. Mit Hilfe des von Wirtschaftsminister Aiwanger zugesagten Regionalmanagement?Förderung, einer spezielle Sonderförderung für Militär? und Konversionsstandorte, können die Anliegergemeinden sich aus der militärischen Abhängigkeit lösen und sich einer zivilen Zukunf zuwenden. 
 
Die oberpfälzer Friedesbewegung hatte sich schon länger Gedanken gemacht, wie eine mögliche Aufgabe der Truppenübungsplätze sich auswirken könnte, das Ergebnis hat sie auf www.oberpfalz.dfg-vk.de veröffentlicht. Um Ersatzarbeitsplätze müsse man sich bei nach wie vor niedrigen Arbeitslosenquoten rund um die Truppenübungsplätzen nicht die großen Sorgen machen. Zudem braucht auch die Umgestaltung zum Nationalpark Arbeitskräfte, gerne auch frühere amerikanische Zivilbeschäftigte. Der Immobilienmarkt dagegen wäre in der Tat stark gefährdet. 
 
Der Verzicht auf die Stationierung von Mittelstreckenwaffen würde die regionale Sicherheit  zwar erhöhen. Das Ersetzen von US-Waffen durch Bundeswehrwaffen konterkarieren dies allerdings. Der Regionalvorstand der DFG-VK ruft die Bundesregierung zum wiederholten Male auf, sich statt auf ungezügelter Militarisisierung auf die Kunst der Dipolomatie zu konzentrieren. Es gab mal Regierungsmitglieder, die damit historische Erfolge erreichten. 
 
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