Bereit für den Fall der Fälle
12.10.2026 – Neumarkt
Ob Unwetterschäden, längerer Stromausfall oder andere schwerwiegende Ereignisse: Wer sich auf außerordentliche Notsituationen vorbereitet, schützt sich und andere, so die Johanniter.

„Niemand denkt gern daran, dass der Alltag plötzlich aus den Fugen geraten könnte“, weiß Tobias Karl, Mitglied des Regionalvorstands in Ostbayern. „Aber ob Hochwasser, der große Stromausfall in Berlin im vergangenen Winter oder die Waldbrände in diesem Sommer: Solche außerordentlichen Notlagen kommen leider auch bei uns immer wieder vor.“ Daran erinnern die Johanniter zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober. Er soll darauf hinweisen, wie wichtig die Vorsorge ist – von staatlicher Seite, aber eben auch privat.
Wer gut versorgt ist hilft, die Lage zu entspannen
„Haltbare Lebensmittel und Wasser für ein paar Tage auf Vorrat zu haben, ist sehr hilfreich“, so Karl. „Auch eine gut sortierte Hausapotheke samt Erste-Hilfe-Material tut im Ernstfall gute Dienste. Außerdem sollten die wichtigsten Dokumente griffbereit an einem Ort liegen.“ Brauchen in einer Notlage zu viele Menschen auf einmal Unterstützung, sind selbst erfahrene Organisationen überfordert. Für die Rettungskräfte, so die Johanniter, ist es daher eine große Entlastung, nicht überall zugleich sein zu müssen. Wer vorsorgt, kann sich leichter erst einmal selbst helfen und gegebenenfalls sogar anderen beistehen. Das sorgt für Ruhe und mehr Sicherheit.
• Tipps zur privaten Vorsorge gibt die Johanniter-Unfall-Hilfe auf der Website johanniter.de/allemgewachsen. Hier findet sich auch der Zugang zum kostenlosen eLearning-Kurs “Sicherheit, Vorsorge und Erste Hilfe in außerordentlichen Notlagen”. Links führen zu Infomaterialien des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
• Darüber hinaus bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf seiner Website bbk.bund.de viele weiterführende Informationen. Im Menübereich „Warnung und Vorsorge“ stehen unter anderem Materialien und Listen zum Download bereit, inklusive der Bundes-Warn-App „NINA“
Die Johanniter in Ostbayern
Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit rund 2000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region. Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da. Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig. Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.
Foto: Gerhard Bieber