Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule, sicher nach Hause!“

12.09.2026 – Oberbayern Nord

Erhöhte Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer notwendig
Verstärkte Polizeikontrollen zum Schulbeginn
 
Am kommenden Dienstag beginnt in Bayern ein neues Schuljahr. Nicht nur im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord erwartet viele Schulanfängerinnen und Schulanfänger ein neuer und aufregender Lebensabschnitt. Es gilt, viele neue Herausforderungen wie beispielsweise den Weg zur Schule zu meistern.
Dabei sind alle Verkehrsteilnehmer aufgefordert, sich besonders vorsichtig und achtsam zu verhalten. Die Polizei wird deshalb auch dieses Jahr wieder insbesondere im Schulumfeld verstärkte Verkehrskontrollen durchführen.
 
Im abgelaufenen Schuljahr 2025/2026 ereigneten sich im Bereich des PP Oberbayern Nord 78 Schulwegunfälle (Vorjahr: 89). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2024/2025 sanken die Schulwegunfälle somit um 12,35 Prozent (- 11 Fälle). Insgesamt wurden im Schuljahr 2025/2026 109 Schüler verletzt (Vorjahr 101, +8 Fälle). Die Zahl der schwer verletzten Schüler erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (10) auf 11 Fälle. Ein weiterer Anstieg ist bei der Zahl der leicht verletzten Schüler von 93 auf 98 zu verzeichnen .
 
Leider wurde im vergangenen Schuljahr, zum ersten Mal nach sieben Jahren, ein Schüler tödlich verletzt (Schulbusunfall am 10.06.2026 in Hebertshausen/Lkrs. Dachau).
 
Wo eine Verkehrsregelung durch Polizei oder Schulweghelfer stattfand, gab es seit 1953 in Bayern an den von Schülerlotsen und Schulweghelfern gesicherten Übergängen keinen einzigen schweren bzw. tödlichen Schulwegunfall. Letzteres zeigt, wie wichtig der Einsatz von Schulweghelfern bzw. Schülerlotsen ist.
 
Etwa die Hälfte aller Schulwegunfälle wurde, wie in den vergangenen Jahren, von den Schülerinnen oder Schülern selbst verursacht. Die meisten Schulwegunfälle ereigneten sich auf der Fahrbahn (43), gefolgt von Radwegen (17) und Gehwegen (10). Die meisten Schulwegunfälle (46 = 59 %) wurden zu Schulbeginn und –ende, also zwischen 7 und 8 Uhr sowie 13 und 14 Uhr verursacht. Kinder zwischen 8 und 13 Jahren bildeten die größte Altersgruppe der Unfallverletzten. Bei Schulwegunfällen war die Beteiligungsart als Radfahrer (44) am häufigsten betroffen, danach folgten die Fußgänger (24).
 
Für die Schulanfänger ist die Teilnahme am Straßenverkehr unbekanntes Terrain. Sie können auftretende Gefahren nur schlecht einschätzen und sind deshalb besonders gefährdet. Daher appelliert die Polizei vor allem an die Eltern: Bereiten Sie Ihre Kinder gut auf den Schulweg vor und gehen Sie selbst immer mit gutem Beispiel voran: Erwachsene sind Vorbilder.
 
Alle Verkehrsteilnehmer sind gemeinsam gefordert, mit entsprechend erhöhter Aufmerksamkeit vorausschauend zu fahren und bremsbereit zu sein. Auch wenn Kinder ein Fahrzeug optisch wahrgenommen haben, könnten sie dennoch loslaufen. Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen und haben zudem keine Vorstellung vom benötigten Anhalteweg eines Fahrzeugen.
 
Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord wünscht allen ABC-Schützen und ihren Eltern einen angenehmen Schulbeginn und vor allem einen unfallfreien Schulweg.

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