Auftakt für die Katholische Stadtkirche Neumarkt: 150 Personen bilden Kreuz auf dem Rathausplatz
21.09.2026 – Neumarkt
Zum Start des neuen, gemeinsamen Pastoralraums haben am vergangenen Samstag rund 150 Menschen aus den Pfarreien St. Johannes, Hofkirche, Heilig Kreuz und Pelchenhofen, darunter auch Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn, ein sichtbares Zeichen für ihre Zusammenarbeit gesetzt. Auf dem Rathausplatz formierten sich die Teilnehmenden aus allen Generationen zu einem großen Menschenkreuz.
Die beiden Querbalken des Kreuzes standen dabei symbolisch für die Verbindung der beiden bisher getrennten Bereiche. „Über Jahrzehnte hinweg galt die Marktstraße als Grenze zwischen zwei eigenen kirchlichen Kosmen, über die man sich kaum hinüberbewegte“, erklärte Pfarrer Stefan Wingen die historische Distanz der Gemeinden. Das Geschehen wurde mit einer Drohne aus der Luft aufgenommen; das entstandene Bild soll in den kommenden Monaten in den Schaukästen und Publikationen der Gemeinden als Symbol für das Zusammenwachsen dienen.
Vernetzung statt Zentralisierung für 16.000 Gläubige
Hintergrund der strukturellen Neuordnung ist der Eintritt von Münsterpfarrer Norbert Winner in den Ruhestand. Seit dem 1. September leitet Pfarrer Stefan Wingen (bisher Hofkirche, Heilig Kreuz und Pelchenhofen) zusätzlich die Münsterpfarrei St. Johannes. Damit sind diese vier Pfarreien nun im gemeinsamen Pastoralraum „Katholische Stadtkirche Neumarkt“ miteinander verbunden.
Die praktischen Schritte der Zusammenlegung laufen bereits im Alltag: Die Pfarrbüros wurden in den Räumen der Hofkirche zu einer zentralen Verwaltung zusammengefasst. Auch das pastorale Personal arbeitet künftig pfarreiübergreifend und wächst zu einem gemeinsamen Team zusammen. „Wir suchen auch nach neuen Wegen, wie das Leiten und Delegieren in einem pastoralen Raum mit 16.000 Gläubigen gelingen kann“, weiß Pfarrer Stefan Wingen. Christian Schrödl, Projektleiter für die katholische Stadtkirche, betont das organisatorische Prinzip dahinter: „Wir wollen nicht einfach nur zentralisieren, sondern Vernetzung und Synergien schaffen“ und fügt hinzu: „Für jeden Kirchort und für jedes Thema gibt es im Team der Hauptamtlichen jemanden, der verantwortlich ist“.
Festgottesdienst und offizielle Amtseinführung am Sonntag
Der Beginn der Stadtkirche wird am kommenden Sonntag, 27. September, um 15:00 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst im Münster St. Johannes gefeiert. Aus Eichstätt reist hierzu der Ständige Vertreter des Diözesanadministrators, Domkapitular Michael Alberter, an. Im Rahmen der Feier wird Pfarrer Stefan Wingen offiziell in das Amt des Pfarrers von St. Johannes eingeführt, womit die Münsterpfarrei nun wieder einen Pfarrer hat. Gleichzeitig wird das gemeinsame Pastoralteam offiziell für seinen Dienst in den vier Pfarreien beauftragt. Alle Gläubigen, ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Mitglieder der katholischen Verbände sind zur Mitfeier eingeladen. Im Anschluss an den Gottesdienst findet eine Begegnung bei Getränken und Brezen auf dem Münsterplatz statt.

Die Teilnehmer stellen sich vor dem Rathaus zu einem großen Kreuz auf, um damit symbolisch die beiden bisherigen Pastoralräume zu verbinden - Foto: Foto: Christian Amthor