FREIE WÄHLER Landtagsfraktion zu Gast bei Landrat Martin Meier

18.08.2026 – Neumarkt / Landkreis

Heinisch und Schmidt im Austausch mit dem neuen Landrat – Ehrenamt, Blaulichtfamilie und Waldbrandvorsorge im Mittelpunkt

v.l.n.r.: MdL Bernhard Heinisch, MdL Gabi Schmidt, Landrat Martin Meier, Bezirkstag-Vizepräsident Thomas Thumann

Foto: Danny Naber

Nach gut 100 Tagen im Amt im Chefsessel des Landratsamts statteten die beiden Landtagsabgeordneten Bernhard Heinisch und Gabi Schmidt (beide FREIE WÄHLER) Landrat Martin Meier einen Antrittsbesuch ab. Komplettiert wurde die Gesprächsrunde durch Bezirksrat und Bezirkstagsvizepräsident Thomas Thumann (FREIE WÄHLER).

Eine gute Gesprächsgrundlage war dabei schnell gefunden: Bernhard Heinisch, als Sprecher für Rettungsdienste und Blaulichtorganisationen der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und Martin Meier als ehemaliger Polizeibeamter verbindet ein gemeinsames Verständnis für die Bedeutung von Sicherheit, Einsatzbereitschaft und funktionierenden Strukturen. Meier ist seit 1. Mai 2026 Landrat des Landkreises Neumarkt. 

Dabei wurde deutlich, dass der neue Landrat bei seiner Arbeit nicht nur auf die eigene Entscheidungsverantwortung setzen will, sondern insbesondere auch darauf, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes, die Kommunen und die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen. Genau dieser Gedanke einer engen Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Kommunen, Ehrenamt und Bevölkerung war auch ein verbindendes Element des Gesprächs.

Ein Kernthema des Austauschs war die Frage, wie das Ehrenamt weiterhin hochgehalten und gestärkt werden kann. Gabi Schmidt ist als Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung besonders eng mit diesem Thema verbunden.

„Die vielen Menschen aus unserer Mitte, die sich tagtäglich ehrenamtlich engagieren, sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Wer sich freiwillig in einem Verein einbringt, übernimmt Verantwortung für andere und für unsere Gemeinschaft. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung – und vor allem gute Rahmenbedingungen. Mit der Ehrenamtskarte gibt es bereits ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung dafür. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass diejenigen, die Verantwortung übernehmen, auch die notwendige Unterstützung erhalten, um ihre Ideen vor Ort verwirklichen zu können“, betonte Schmidt.

Wie aus der Wertschätzung für das Ehrenamt konkrete Unterstützung werden kann, zeigt ein Projekt, das Gabi Schmidt bereits Anfang des Jahres mit auf den Weg gebracht hat und nun in der Gemeinde Berg umgesetzt wird. Gemeinsam mit der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion machte sie sich für das Projekt „Kraft Bayerns“ in der Gemeinde Berg stark. Im Rahmen der Fraktionsinitiativen des Freistaats wird das Vorhaben mit 233.000 Euro unterstützt. 

Über einen Zeitraum von einem Jahr soll dabei das vielfältige Engagement der Ehrenamtlichen in der Gemeinde Berg umfassend sichtbar gemacht und dokumentiert werden. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die geleisteten Stunden, übernommenen Aufgaben und realisierten Projekte, beispielsweise im Jugendsport. Gleichzeitig soll das Projekt zeigen, welche Bedeutung das Ehrenamt für Gemeinschaft, Sport und gesellschaftlichen Zusammenhalt hat. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend auch als Modell für ganz Bayern dienen.

Gerade im Bereich der sogenannten Blaulichtfamilie werde besonders deutlich, welchen unschätzbaren Beitrag Ehrenamtliche für das Gemeinwesen leisten. Feuerwehr, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und weitere Einsatzkräfte seien rund um die Uhr bereit, Verantwortung für andere zu übernehmen.
Für Heinisch ist dieses Engagement deshalb eine Herzensangelegenheit. Neben seiner Leidenschaft für den Sport, insbesondere den Fußball, gilt sein besonderes Augenmerk den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die im Rettungswesen und Katastrophenschutz Verantwortung übernehmen.
„Die Arbeit unserer Rettungsdienste und der vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte ist für unsere Gesellschaft unerlässlich. Wenn es brennt, wenn Menschen verunglücken oder wenn eine Katastrophe eintritt, müssen wir uns darauf verlassen können, dass Hilfe kommt. Das kann der Staat niemals alleine leisten. Wir brauchen die Menschen, die sich freiwillig engagieren und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Dieses Engagement verdient unsere höchste Anerkennung und unseren größten Respekt“, so Heinisch.

Ein Thema, das angesichts der aktuellen Lage besonders unter den Nägeln brennt, ist die Luftraumbeobachtung zur frühzeitigen Erkennung von Wald- und Flächenbränden. Gerade die beiden großen Waldbrände bei Freudenberg und Schnaittenbach in Heinischs Stimmkreis zeigen, wie wichtig es ist, Brände möglichst frühzeitig zu erkennen und Einsatzkräfte schnell an die richtigen Stellen zu bringen.

Heinisch hatte sich deshalb bereits vor Kurzem in Neumarkt mit den Flugsportfreunden zu diesem Thema ausgetauscht. Dabei wurden ihm mehrere konkrete Anliegen mit auf den Weg gegeben, die er nun auch beim Gespräch mit Landrat Martin Meier einbrachte.

Dazu gehört unter anderem die Gewinnung neuer Kandidatinnen und Kandidaten für die Luftbeobachtung. Die Flugsportvereinigung hat signalisiert, interessierte Personen entsprechend einweisen zu können. Darüber hinaus wurde auf die Bedeutung des Flugplatzes Neumarkt und seine strategischen Möglichkeiten im Zusammenspiel mit Feuerwehr, Rettungsdiensten, Polizei, Klinikum, Landratsamt und Kommunen hingewiesen. 

„Gerade die aktuellen Waldbrände führen uns eindringlich vor Augen, dass wir bei der Brandfrüherkennung jede Möglichkeit nutzen sollten. Wenn ein Feuer aus der Luft möglichst früh erkannt wird, gewinnen unsere Einsatzkräfte wertvolle Zeit. Deshalb müssen wir schauen, wie wir die vorhandenen Strukturen noch besser nutzen und die Luftbeobachtung weiter stärken können“, erklärte Heinisch.

Für den Abgeordneten ist dabei klar, dass Prävention, Ehrenamt und Einsatzfähigkeit zusammen gedacht werden müssen. Die besten technischen Möglichkeiten würden nichts nützen, wenn es nicht die Menschen gebe, die bereit seien, diese auch einzusetzen.

Auch Landrat Martin Meier setzt bei seiner Arbeit auf den direkten Austausch und eine enge Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Er hatte bereits bei seinen ersten Gesprächen mit Kommunen betont, dass die Weiterentwicklung des Landkreises nur gemeinsam mit den Gemeinden gelingen könne. 

Für Heinisch ist deshalb klar: „Wir haben mit Martin Meier einen Landrat, der aus der Polizei kommt und weiß, was Einsatzbereitschaft und Verantwortung bedeuten. Gleichzeitig weiß er, dass man einen Landkreis nicht alleine führen kann. Man braucht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kommunen, die Ehrenamtlichen und vor allem die Bürgerinnen und Bürger. Genau dieser Austausch ist wichtig.“

Der Antrittsbesuch soll deshalb ausdrücklich der Auftakt für einen regelmäßigen Austausch sein. Die Anliegen aus dem Landkreis sollen auf kurzem Weg in die Arbeit der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und der Bayerischen Staatsregierung einfließen. Gerade bei Themen wie Ehrenamt, Rettungswesen, Katastrophenschutz und Waldbrandvorsorge wollen Heinisch und Schmidt den engen Kontakt mit den Verantwortlichen vor Ort fortsetzen.

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