Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende
09.07.2026 – Neumarkt
Am 21. Juli 2026 findet der Internationale Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende statt. Dieser Tag erinnert an Menschen, die infolge ihres Drogenkonsums verstorben sind. Zugleich macht das Gedenken auf die nach wie vor bestehende Problematik von Abhängigkeitserkrankungen, strukturellen Problemen, die den Konsum verschärfen und Todesfolge aufmerksam. Das diesjährige Motto lautet: „Verändern, um Leben zu retten!“
Die Suchtberatungsstelle der Diakonie NAH e.V. beteiligt sich auch dieses Jahr wieder an diesem Gedenktag. In Neumarkt findet um 11.00 Uhr im Vorgarten der Beratungsstelle in der Seelstraße 11a eine kleine Gedenkfeier statt. Gemeinsam möchten wir an die Menschen denken, die im vergangenen Jahr sowie in den Jahren zuvor verstorben sind. Als Symbol der Hoffnung und des Gedenkens stehen an diesem Tag Schmetterlinge, die für Veränderung und Freiheit stehen.
Noch immer sterben in Deutschland und weltweit jedes Jahr zahlreiche Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums – auch in Neumarkt! Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, mit einer eigenen Geschichte, mit Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Menschen, die um ihn trauern. Der Gedenktag möchte diesen Menschen einen Platz geben, Trauer sichtbar machen und gleichzeitig das gesellschaftliche Bewusstsein für Abhängigkeitserkrankungen stärken. Zur Gedenkfeier sind Betroffene, Angehörige sowie alle Interessierten herzlich eingeladen. Gemeinsam möchten wir innehalten, erinnern und ein Zeichen für mehr Verständnis, Unterstützung und wirksame Hilfsangebote setzen.
Im Anschluss an die Gedenkfeier findet eine kostenfreie Naloxon-Schulung statt. Naloxon ist ein Medikament, das im Falle einer Opioid-Überdosis (wie Heroin aber auch verschreibungspflichtige Schmerzmittel) lebensrettend wirken kann. Es kann von Betroffenen ebenso wie von Angehörigen, Freundinnen und Freunden oder anderen Bezugspersonen angewendet werden und sollte im Idealfall griffbereit sein, wenn ein entsprechendes Risiko besteht. Die Schulung vermittelt grundlegendes Wissen über das Erkennen einer Opioid-Überdosierung sowie den sicheren Einsatz von Naloxon. Auch hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Die Mitarbeitenden der Suchtberatungsstelle der Diakonie NAH e.V. stehen Betroffenen und Angehörigen unabhängig von der Veranstaltung für Fragen, Beratung und Unterstützung zur Verfügung.
Kontakt: Suchtberatungsstelle der Diakonie NAH e.V., Telefon: 09181 440906

Die Gedenkstelle in der Seelstraße 11a - Foto: Iris Lederer