Ein Zuhause zum Wohlfühlen - Neue Wohneinheit für Menschen mit Behinderung am Auhof auf traditionellem Jahresfest eingeweiht

21.07.2026 – Hilpoltstein

Mit einem festlichen Gottesdienst und einem gewohnt bunten Programm fand am Sonntag, 19. Juli 2026, das Jahresfest am Auhof statt. Neben Musik und Tanzauftritten, Essen und Getränken und jeder Menge Mitmachangebote für Groß und Klein, stand in diesem Jahr ein ganz besonderer Programmpunkt auf der Agenda: Die Einweihung der neuen Wohneinheit für 24 Menschen mit Behinderung.
 
Modern, barrierefrei, lebenswert 

Die Wohneinheit setzt Maßstäbe: Jede*r der 24 Bewohnenden verfügt über ein helles, großzügiges Zimmer mit eigenem Badezimmer. Die gesamte Einrichtung ist barrierefrei gestaltet, bietet großzügige Pflegebäder und einen ruhigen und schön angelegten Außenbereich.
 
„Hier geht es nicht darum, Mindeststandards zu erfüllen, sondern echte Lebensqualität zu schaffen“, betonte Karl Schulz, Vorstandsmitglied der Rummelsberger Diakonie, in seiner Festrede. „Dieses Haus ist ein Zuhause, das Selbstverwirklichung und ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.“ Ein besonderes Merkmal des Neubaus: Er wurde nicht am Reißbrett entworfen, sondern gemeinsam mit den Menschen aus der Praxis entwickelt. Denn dort, so Schulz, entstünden meist die besten Lösungsvorschläge.
 
17 Jahre, zwölf Großprojekte – „Auhof 2026“ auf Zielgerade

Der Neubau ist bereits das zehnte Großprojekt der Agenda „Auhof 2026“ – und läutet die Zielgerade ein. Auf dem Nachbargrundstück entsteht derzeit eine baugleiche Wohneinheit, und direkt am Dorfplatz wird das letzte Objekt realisiert.
 
„Die Agenda Auhof 2026 hat auf einem Blatt Papier angefangen“, erinnerte Einrichtungsleiter Andreas Ammon. „Wenn die letzten Projekte abgeschlossen sind, haben wir in 17 Jahren moderne Wohn- und Gruppenräume für insgesamt 180 Menschen mit Behinderung geschaffen.“ Das moderne Wohnheim ist ein Meilenstein des langfristigen Entwicklungsplans „Auhof 2026“ und steht für gelebte Inklusion, Selbstbestimmung und Lebensqualität für Menschen mit Behinderung.
 
Gemeinschaft und Nächstenliebe als Fundament 

Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster würdigte bei der Eröffnung die christliche Grundhaltung der Rummelsberger Diakonie: „Das tragende Fundament dieses Projekts sind Nächstenliebe und Gemeinschaft.“ Die stellvertretende Landrätin Birgit Fuchs ergänzte: „Bei solchen Vorhaben geht es nicht nur um Wirtschaftlichkeit, sondern um Menschlichkeit.“
 
Das letzte Wort der offiziellen Eröffnung überließ die Diakonie den Bewohner*innen. Sebastian B., Sprecher der Bewohnenden, brachte es auf den Punkt: „Herzlichen Glückwunsch – ihr habt einen Platz gefunden, wo ihr zur Ruhe kommen könnt.“
 
Nach der feierlichen Einweihung und einer Hausführung lockte das traditionelle Jahresfest mit Musik, kulinarischen Köstlichkeiten und zahlreichen Programmpunkten für die ganze Familie bis in den Abend.
 
Der Auhof gehört zu den Rummelsberger Diensten für Menschen mit Behinderung (RDB). Die RDB ist eine gemeinnützige Gesellschaft mbH und gehört zur Rummelsberger Diakonie e.V. Unter dem Dach der RDB sind stationäre und ambulante Angebote für Menschen mit Behinderung zusammengefasst. Rund 3.500 Klient*innen nehmen die Dienstleistungen von mehr als 2.500 Mitarbeitenden in Anspruch.

Im Auhofer Weg 2b ist eine neue, top-moderne Wohneinheit für 24 Menschen mit Behinderung entstanden: Helle Zimmer, jedes mit eigenem Bad, große Gemeinschaftsräume und die ruhige Außenanlage zeichnen das Projekt des Architekturbüros „Schneider Architekten“ aus.

v.l.n.r.: Karl Schulz, Vorstandsmitglied Rummelsberger Diakonie, Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, stellvertretende Landrätin Birgit Fuchs, Andreas Ammon, Einrichtungsleitung Auhof, Felix Erbe, Bürgermeister Hilpoltstein und Petra Möller, dritte Bürgermeisterin Roth, vor der Einrichtung im Auhofer Weg 2b.

Die Diakoninnen Prof. Ellen Eidt und Bärbel Prager sprechen einen Segen für Bewohner*innen und Mitarbeitende.
Fotos: Lisa Vogel

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