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Landfrauen aus Bayern und Kenia wollen kooperieren

20.01.2017 Bayern.

Unter dem Motto „Gleicher Beruf – zwei Welten“ sind Bäuerinnen aus Bayern und Kenia am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ins Gespräch gekommen. Der Austausch fand auf großer Bühne am Stand des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) statt.

Die bayerischen Landfrauen wollen sich im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ mit Bäuerinnen in Kenia vernetzen und stehen vor dem Abschluss einer längerfristigen Kooperation mit dem Grünen Innovationszentrum in Kenia. Dahinter steht das Ziel, Frauen im ländlichen Raum in den westkenianischen Countys Bungoma, Kakamego und Siaya zu unterstützen.

„Bei unserem ersten Besuch in Westkenia haben wir Bäuerinnen kennengelernt, die hoch motiviert, sehr wissbegierig und eigeninitiativ sind. Es sind gerade die Frauen, die maßgeblich zum Familieneinkommen beitragen und in der Bildung der nächsten Generation investieren. Hier wollen wir einen Beitrag leisten, um die wirtschaftliche und persönliche Situation der kenianischen Bäuerinnen zu verbessern“, sagt Christine Singer, zweite stellvertretende Landesbäuerin. Auf der anderen Seite erhoffen sich die bayerischen Bäuerinnen auch Impulse von den Afrikanerinnen. „Die Lebensfreude, mit der die Frauen an Sachen herangehen, ist faszinierend“, betont die mittelfränkische Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer.

Die Mehrzahl der kenianischen Bevölkerung lebt auf dem Land und arbeitet in der Landwirtschaft, wobei insbesondere Frauen den Großteil der manuellen Arbeit leisten. Inoffiziell werden viele Kleinbetriebe im Bereich der Milchproduktion und im Süßkartoffelanbau oft von Frauen geführt. Dabei erwirtschaften viele Bäuerinnen bisher kaum mehr als sie selbst benötigen. Hier soll das gemeinsame Projekt der bayerischen und kenianischen Bäuerinnen ansetzten. Ziel ist es, die Rolle der Frauen zu stärken und einen Beitrag zur Ernährungssicherung und Verbesserung der finanziellen Situation der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu leisten.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den kenianischen Bäuerinnen“, sagt Landesbäuerin Anneliese Göller, die im Februar nach Kenia reisen und sich selbst ein Bild machen wird. „Uns liegt am Herzen, dass die Frauen ihre Zukunft in ihrer Heimat sehen. Dazu brauchen sie Perspektiven und hier werden wir uns einbringen.“

Die Kooperation soll am Grünen Innovationszentrum in Westkenia angesiedelt werden. Geplant ist auch eine Zusammenarbeit mit Bäuerinnen, Gruppen von Bäuerinnen und Genossenschaften im kenianischen Bauernverband KENAFF.

Das Projekt soll im März 2017 starten und aller Voraussicht bis September 2019 laufen.

 

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