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Bauernpräsident fordert Kampagnen-Stopp und Rücktritt der Bundesumweltministerin

03.02.2017 München.

Lichtmess am 2. Februar ist seit jeher ein wichtiger Tag im Bauernjahr. Just an diesem Tag hat das Bundesumweltministerium nun eine neue bundesweite Kampagne zur Landwirtschaft gestartet. Auf Plakaten in über 70 deutschen Städten und im Internet werden „Neue Bauernregeln“ verbreitet. „Diese einfachen Sprüche und Pseudo-Wahrheiten sind ein Schlag in das Gesicht von Tausenden verantwortungsvoll arbeitenden Bäuerinnen und Bauern. Sie werden von einem Bundesministerium und mithilfe von Steuergeldern einfach als Umweltverschmutzer oder Tierquäler hingestellt. Die Kampagne muss sofort gestoppt werden“, sagt der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl und fordert den Rücktritt von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Aufgabe des Umweltministeriums ist es, Probleme beim Umwelt- und Ressourcenschutz sachlich und deutlich zu benennen. Doch mit dieser unsäglichen Meinungsmache gegen alle Bauernfamilien ist Hendricks eindeutig übers Ziel hinausgeschossen. Traditionell findet zu Lichtmess Personalwechsel statt, Umweltministerin muss jetzt ihren Hut nehmen!“ 
 
Heidl kritisiert außerdem, dass das Bundesministerium mit seinen pauschalisierenden und ehrenrührigen Aussagen die Grundlagen für einen konstruktiven Dialog über Landwirtschaft und Umwelt zerstört. „Bereits in den vergangenen Monaten hat Umweltministerin Hendricks drängende Fragen in ihrem Ressort oft sehr unsachlich pauschal beantwortet und die Probleme kurzerhand auf die Landwirtschaft abgewälzt“, sagt Heidl. „Wer den Feinstaub in deutschen Städten mit drakonischen Auflagen für Ställe bekämpfen will oder beim Klimaschutz die Weidehaltung als eines der größten Probleme identifiziert, hat entweder keine Ahnung oder will gezielt Bauernhöfe zum Aufgeben zwingen.“
 
Aus Sicht von Bauernpräsident Heidl muss nun zudem überprüft werden, ob durch die Kampagne des Bundesumweltministeriums Steuergelder für Partei- und Wahlkampfzwecke missbraucht werden. „Mit einer derart aufgemachten Kampagne will Hendricks der SPD agrarpolitisches Profil verschaffen. Dass sich das Bundesumweltministerium auf diesem Wege vor den Wahlkampfkarren der SPD spannen lässt, ist ein Skandal.“  
 
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