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Die Neumarkter Hofkirche feiert ihr Patrozinium

12.08.2017 Neumarkt.

Das Hochfest vom 15. August wird in der Hofkirche als ihr Namensfest, ihr Patrozinium festlich begangen. Um 9.00 Uhr singt der Kirchenchor ein feierliches Hochamt. Daran teilnehmen werden auch die Mittelalter Freunde mit dem Neumarkter Pfalzgraphenpaar. Um 10.30 Uhr gestaltet der Rhythmuschor Berngau die Festmesse. Anschließend gibt es im Pfarrgarten ein Weißwurstfrühstück mit Musik. Auch um 7.30 und 18.30 Uhr sind Gottesdienste zu Ehren Mariens. Die Hofkirche, die zwischen 1414 und 1428 vom Pfalzgraphen Johann von Neumarkt und seiner Frau Katharina erbaut wurde, diente vor allem den religiösen Feiern des fürstlich pfalzgräflichen Hofes zu Neumarkt. Ursprünglich waren sogar zwei Türme vorgesehen. Die Kirche vermittelt eine helle und freundliche Atmosphäre und ist gepträgt von ihrer in sich ruhenden spätgotischen Architektur. Wenn auch das Langhaus um das Jahr 1700 trotz der damaligen Barockzeit im Renaissance-Stil umgestaltet wurde, so behielt dennoch der elegante Altarraum mit dem Netzgewölbe und den schmalen Fenstern seinen gotischen Charakter bei. Die Hofkirche hatte ähnlich wie St. Johannes im 16. Jahrhundert vor allem durch den Bildersturm der Kalvinisten zu leiden, als man damals 7 gotische Altäre gewaltsam entfernte. Überstanden hat diesen Sturm nur die Sandsteinmadonna aus dem Jahr 1480, die seit der Kirchenrenovierung im Jahr 2003 seitlich vom Altarraum einen sehr schönen und würdigen Platz gefunden hat. Schon die Neumarkter Pfalzgrafen waren es, die ihre gesamte Herrschaft in der Oberpfalz unter den besonderen Schutz Mariens gestellt hatten. In der Gegenreforamtion wurde die Hofkirche wieder katholisch. Es waren vor allem die eifrigen Neumarkter Kapuzinermönche, die die ehemalige Fürstenkirche für eine tatkräftige Seelsorge nutzten: Für den Predigtdienst, die Beichtseelsorge, für Andachten und für die Feiern der Corpus Christi Bruderschaft. Noch heute findet hier das sogenannte 40-stündige Gebet vor Beginn der Fastenzeit statt. Man schrieb das Jahr 1947, als die Stadt sich wegen der vielen Heimatvertriebenen ausweitete. So beschloss der Eichstätter Bischof Joseph Schröffer, die Hofkirche zu einer eigenständigen Pfarrei Zu Unserer Lieben Frau zu erheben. Seitdem entwickelte sich ein starkes eigenes Gemeindeleben, dessen Mittelpunkt und geistliches Zentrum die Hofkirche ist.

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